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Tiruvannamalai

Tiruvannamalai ist eine Stadt im sĂŒdindischen Bundesstaat Tamil Nadu mit rund 145.000 Einwohnern (VolkszĂ€hlung 2011). Sie liegt am Rande der Talebene des Flusses Ponnaiyar zu FĂŒĂŸen des Berges Arunachala. Tiruvannamalai ist einer der meistbesuchten hinduistischen Wallfahrtsorte in Tamil Nadu. Neben indischen Pilgern wird der Ort in geringerem Umfang auch von auslĂ€ndischen Touristen frequentiert. Im Jahr 2011 verzeichnete Tiruvannamalai insgesamt 8,1 Millionen Besucher. Ich war eine dieser Besucherin.

Die beste Methode, der Welt zu dienen, ist, den egolosen Zustand zu gewinnen. Zitat von Ramana Maharshi

Auf den Spuren von Ramana Maharasi wollte ich diesen Ashram besuchen und mich von dem Karma aus  vergangenen Lebens befreien. Die Legende sagt, wenn man um den Berg Arunachala geht, löst man karmische Verbindungen. So machte ich mich auf, um nach Antworten zu suchen. Doch leider bekam ich ausgerechnet dort eine LungenentzĂŒndung und war mir nicht bewusst, wie schwerwiegend das wirklich war. Ich ging, in der Annahme eine ErkĂ€ltung zu haben, zur Ashram Ärztin und diese lies mich wissen, dass ich in den nĂ€chsten Tagen nicht in der Lage sein werde, mein Zimmer zu verlassen. Sie konnte mir nur eine Tablette mitgeben und sagte ich soll am nĂ€chsten Tag kommen, dann wird sie mir die restliche Antibiotikapackung mitgeben können. Ich wurde schwer krank!

 

Nach ca. 1 Woche, war ich wieder in der Lage mein Zimmer zu verlassen und konnte die Umgebung erkunden. Ich freundete mich mit einer Inderin an, der ich auf der Strasse begegnete und ihr sagte, das ich hunger habe. Daraufhin lud sie mich (gerade erst kennengelernt) zu sich nach Hause  zu ihre 90 JĂ€hrige Mutter ein und diese kochte fĂŒr mich. Ich war immer noch zu schwach ein Restaurant aufzusuchen, somit verbrachte ich den Rest der Woche bei diesen herzlichen Menschen und wurde umsorgt. Auch um den Berg Arunachala gelang es mir zu fahren/gehen, ich war noch zu schwach zu laufen, aber mir wurde gesagt, man kann um den Berg auch mit einer Riksha fahren. Somit konnte ich trotz abklingender LungenentzĂŒndungen meiner Intuition folgen und mir die Tempeln am Fuße dieses Berges ansehen und erkunden.

Eine weitere interessante Begegnung  war, als ich durch Zufall die Strassen lief und dabei den Darshan einer Frau entdeckte. Diese Frau beschloss nichts mehr zu reden und die Menschen, die sich in den Sitzungen befanden, nur noch anzusehen. Nach ca. 1 Stunde, stand sie jedem Besucher fĂŒr eine kurze Zeit gegenĂŒber und die Blicke kreuzten sich. Auch die meinen mit ihren und ich musste zu meiner Verwunderung sagen, es war magisch. Es war als sagte sie telepathisch zu mir, alles wird gut, habe vertrauen. Die treuen Augen waren einfach sehr beruhigend.
Ingesamt kann ich nur sagen, war das sehr bewegend und interessante meine Erfahrungen die ich in Indien gemacht habe.